70-Tage-Regelung dauerhaft

Meine Stellungnahme zum Ende der 70-Tage-Regelung für Saisonarbeiter:

„Von allen Branchen, die Saisonarbeiter beschäftigen, ist die Landwirtschaft am meisten von ihnen abhängig. Zu wenig Personal in der Erntezeit hat zur Folge, dass die Äpfel an den Bäumen verfaulen und der Spargel auf dem Feld bleibt. Besonders fatal ist das in Jahren, in denen die Ernte aufgrund von Wetterextremen ohnehin mager ausfällt. Phänomene wie die Dürre 2018 werden in Zukunft keine Ausnahmen bleiben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass Extremwetterlagen eher die Regel bilden. Wenn dann die Erträge, die bleiben, nicht geerntet werden können, weil die Arbeitskräfte fehlen, ist das ein Unding und angesichts der rapide wachsenden Weltbevölkerung, die ernährt werden will, unverantwortlich.

Die Koalitionspartner der Bundesregierung können sich in der Sache wieder einmal nicht einigen. Die zuständigen Ministerinnen unternehmen nichts, außer einen Hof nach dem anderen zu besuchen, ohne jedoch Lösungen zu präsentieren. Wir brauchen die 70-Tage-Regelung dauerhaft, damit Landwirte, aber auch Hotel- und Gastrogewerbe in der Hauptsaison nicht überlastet sind. Saisonarbeitskräfte überhaupt zu finden, ist schwer genug; die Befristung auf 50 Tage macht es noch schwieriger. Für Kräfte außerhalb der EU sind die bürokratischen Hürden viel zu hoch, diese müssen schleunigst abgebaut werden.“

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