CARINA KONRAD

MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES

F.R.A.N.Z. Demobetrieb

v. l. n. r. Sabine Gehrlein, Tobias Diehl, Carina Konrad

8.7.2020
Das F.R.A.N.Z-Projekt (“Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft”) der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes entwickelt Naturschutzmaßnahmen und Bewirtschaftungskonzepte. Dabei testen Landwirte und Naturschützer gemeinsam Maßnahmen, die die Natur schützen und zugleich praxistauglich sein sollen. Im Rahmen meiner Sommertour “Roadtrip Agrar” habe ich den F.R.A.N.Z.-Demobetrieb in Ingelheim besucht. Auf 270 Hektar hat Junglandwirt Tobias Diehl zusammen mit seinen beiden Angestellten Gerste, Roggen, Weizen, Raps, Zuckerrüben und Erbsen angebaut, außerdem die Dauerkulturen Wein und Obst. Meine Mitarbeiter und ich kamen gleich zu Beginn unseres Besuchs in den Genuss leckerer Kirschen und Aprikosen. 😉

Betreut und beraten wird der Demobetrieb in Rheinhessen von der Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Kulturlandschaften im Land zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Als Mitarbeiterin der Stiftung war Sabine Gehrlein bei unserem Treffen ebenfalls anwesend. Herr Diehl berichtete, dass der Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft im Projekt besser funktioniere, als es sonst in der Praxis üblich sei. In der Regel mangele es dem Naturschutz an Vertrauen zur Landwirtschaft.

Das beschlossene Glyphosatverbot hält auch Herr Diehl für höchst problematisch. Die einzige praktikable Alternative der Unkrautvernichtung ist der Pflug, und mit dem kann man zwischen den engen Obstbaumreihen nicht durchfahren. Er geht davon aus, dass die Zahl der Obstbauern im Laufe der nächsten Jahre rapide abnehmen wird; auch weil der Verbraucher lieber zu den günstigeren Kirschen aus der Türkei greift. Auf unserem Rundgang durch die Fläche zeigte er uns Gerstenfelder mit und ohne Untersaat. Nach der Ernte wird der Ertragsverlust durch die Naturschutzmaßnahme errechnet und bewertet. Außerdem wird die Qualität des Getreides verglichen. Wie zu erwarten war, ist der Verlust erheblich und die Gerste aufgrund von Schwarzpilzbefall nicht einmal als Tierfutter verwertbar.

Fazit: Ohne Pflanzenschutzmittel geht es nicht. Wir müssen die Ernährung der rapide wachsenden Weltbevölkerung sichern und können uns keine größeren Ertragsausfälle leisten.

Alle Stationen meiner Sommertour finden Sie hier.

Familie

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