CARINA KONRAD

MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES

Wir brauchen mehr Freie Demokratinnen

Carina Konrad (MdB) im Interview
Frau Konrad, im Vorfeld des FDP-Bundesparteitags Mitte Mai fand in diesem Jahr erstmals ein „Female Morning Meeting“ statt. Was ist der Hintergrund?

CK: Nach dem Ende der Jamaika-Sondierungen sind viele Menschen in die FDP eingetreten – allerdings überwiegend Männer. Parteien werden in der Öffentlichkeit als „Männervereine“ wahrgenommen und tatsächlich ist nur jedes fünfte FDP-Mitglied eine Frau. Deshalb sind viele Themen innerhalb der Partei unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern. Mehr Frauen wären für die FDP eine Bereicherung. Beim Female Morning Meeting haben wir darüber gesprochen, wie wir Parteiarbeit für Frauen attraktiver machen können.

Welche Ideen sind dabei entstanden?

CK: Wir möchten Frauen gezielt ansprechen, weil wir davon überzeugt sind, dass sie grundsätzlich mitreden und sich einbringen wollen. Allerdings ist es häufig schwierig, berufliche und familiäre Verpflichtungen mit Parteiarbeit unter einen Hut zu bringen. Deshalb überlegen wir, was geeignete Mitmachformate für Frauen – und gerade auch Mütter – sein können. Denn wer kann familienrelevante Themen wie weltbeste Bildung oder Vereinbarkeit von Kindern und Karriere besser gestalten als Mütter? Die wissen doch, wovon sie reden.

Was macht die FDP Ihrer Meinung nach für Frauen attraktiv?

CK: Die Freien Demokraten haben sich schon für Frauen starkgemacht, als ich noch nicht mal geboren war. (lacht) Die FDP war die erste aller Bundestagsparteien, die zu Beginn der Siebzigerjahre ein Programm zur Gleichberechtigung der Frau verabschiedet hat. Wir kämpfen also seit jeher für Fairness gegenüber Frauen in allen Lebensbereichen: in der Arbeitswelt, in der Gesellschaft und natürlich auch in der Politik. Wir setzen uns zum Beispiel dafür ein, dass Frauen in jeder Lebensphase selbstbestimmt arbeiten und leben können: Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort sind in vielen Berufen grundsätzlich möglich, werden Arbeitnehmerinnen aber häufig noch verwehrt. Das halten wir für falsch.

Was können Sie Frauen konkret anbieten?

CK: Bei uns kann jeder mitmachen. Mein Kreisverband, die FDP Rhein-Hunsrück, ist für Frauen jeden Alters attraktiv. Gerade im Hinblick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr besteht die Möglichkeit, für ein Amt zu kandidieren und direkt vor Ort an Verbesserungen zu arbeiten. Sich immer nur zu beschweren, was nicht alles besser sein könnte, hilft niemandem. Anpacken lautet die Devise, mitarbeiten und mitgestalten. Wir freuen uns über jede gute Idee.

Und was plant die Bundespartei?

CK: Auf Bundesebene werden zurzeit eine „Female Agenda“ und ein Handbuch zur gendergerechten Parteiarbeit entwickelt. Außerdem arbeiten wir an einem Leitbild für einen liberalen Feminismus. Wir wollen Mitarbeiterinnen und weibliche Mitglieder gezielt fördern und weibliche Vorbilder promoten. Politische Veranstaltungen müssen zu Uhrzeiten und an Orten stattfinden, die familienfreundlich sind. Die Bundespartei, die Fraktion und die Abgeordneten als familienfreundliche Arbeitgeber ermöglichen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitgestaltung und Homeoffice-Lösungen, damit sich niemand zwischen Kind und Karriere entscheiden muss.

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